Carina Helmreich ist letztes Jahr auf der Bildfläche erschienen. Ja, man muss fast sagen: Sie ist aus dem Nichts gekommen. Und als hätte sie nie etwas anderes gemacht, begann sie, Top-Platzierung um Top-Platzierung, Siege und Podien einzusammeln. Im Stubaital und im Pitztal – und auch beim Mayrhofen Ultraks über 70 Kilometer, wo sie 2025 zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere gewinnen konnte. Genau dieses Rennen ist sie Anfang September erneut gelaufen und konnte auch diesmal gewinnen. Mehr als eine halbe Stunde war sie schneller als im Vorjahr – trotz Stürzen und Blessuren.
Wie ist sie mit dem für sie ungewohnten Erwartungsdruck umgegangen? Sie sagt: „Wenn man einmal gewinnt, erwarten alle, dass man wieder gewinnt. Wird man dann Zweite, ist es plötzlich eine Enttäuschung. Mir geht es aber nicht so sehr darum, Rennen zu gewinnen, sondern um meine persönliche Entwicklung.“
Wir wollen wissen, wie sie diesen erfolgreichen Einstieg ins Trailrunning geschafft hat. Und das, obwohl sie selbst sagt, dass es Zeiten gab, in denen sie von Funktionsbekleidung und High-End-Laufschuhen genauso weit entfernt war wie eine Teilnehmerurkunde von einer Ehrenurkunde bei den Bundesjugendspielen.